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Matcha-Besen

Was ist ein Chasen? Der Bambusbesen erklärt

Ein Chasen ist der Bambusbesen, mit dem Matcha zubereitet wird. Er wirkt schlicht, doch jedes Detail – Borstenzahl, Biegung, Faden, Griff – hat einen Zweck.

Vom Léo-Matcha-Team · Aktualisiert am 6. November 2026 · 3 Min. Lesezeit

Nahaufnahme der gebogenen Borsten eines Bambus-Chasen

Ein Besen aus einem einzigen Stück Bambus

„Chasen“ bedeutet wörtlich Teebesen. Anders als ein Küchenschneebesen aus Draht wird er aus einem einzigen Bambusabschnitt geschnitzt. Der obere Teil bleibt rund und bildet den Griff; der untere wird in viele dünne Streifen gespalten, die anschließend gehobelt, mit Wärme geschmeidig gemacht und gebogen werden. Er ist das wichtigste Teil jeder Matcha-Ausstattung – deshalb steht er am Anfang unseres großen Matcha-Besen-Ratgebers.

Weil er aus einem Stück besteht, hat ein Chasen keine Verbindungen, keinen Kleber und kein Metall. Er ist leicht, flexibel und schonend zu Matcha und Schale.

Die Teile eines Chasen

  • Der Griff: der runde, ungespaltene Teil. Er sollte glatt sein und angenehm zwischen Daumen und Fingern liegen.
  • Die äußeren Borsten: dünne Streifen, deren Spitzen nach innen gebogen sind. Sie streichen über Boden und Wand der Schale und erzeugen den Schaum.
  • Die inneren Borsten: ein kürzeres Bündel in der Mitte, das die Form stabilisiert und Klümpchen löst.
  • Der Faden (Ito): ein feiner Baumwoll- oder Seidenfaden am Borstenansatz, der die äußeren Borsten gleichmäßig trennt.

Warum die Borsten gebogen sind

Die Biegung an jeder Spitze macht den Unterschied. Sie lässt die Borsten über die Schale gleiten, ohne zu kratzen, verhindert, dass Pulver haften bleibt, und fängt bei jeder Bewegung Luft ein. Eine gerade Spitze schiebt Flüssigkeit nur, eine gebogene faltet Luft hinein. Deshalb schafft ein guter Chasen in 15–20 Sekunden einen feinen, cremigen Schaum.

Bambusarten und Farben

Die meisten Chasen sind aus weißem Bambus (hell, leicht, am verbreitetsten), es gibt aber auch geräucherte oder dunklere Varianten. Die Farbe ist vor allem Optik. Im Alltag zählen ein sauberer Schnitt, feine, gleichmäßige Borsten und ein Griff ohne Risse.

Woran man einen guten Chasen erkennt

  • Dünne, gleichmäßige Borsten mit einheitlicher Biegung rundherum.
  • Ein fester, gleichmäßig verteilter Faden.
  • Eine symmetrische Glocke, wenn der Besen eingeweicht ist.
  • Ein glatter Griff ohne Splitter.

Die zweite große Wahl ist die Borstenzahl: Unser Vergleich 80 oder 100 Borsten zeigt, wie sie den Schaum verändert.

Erster Gebrauch und Alltagsgewohnheiten

Vor dem ersten und jedem weiteren Gebrauch die Borsten etwa eine Minute in warmem Wasser einweichen. Trockener Bambus ist spröde, feuchter biegt sich. Nach dem Aufschlagen mit klarem Wasser ausspülen und aufrecht trocknen lassen – unser Artikel Bambusbesen reinigen und trocknen beschreibt die Routine, damit er monatelang in Form bleibt.

Der Einstieg

Für den ersten Chasen ist unser handgefertigter Bambus-Matcha-Besen ein verlässlicher Klassiker; alle weiteren Modelle – auch die dichtere 100-Borsten-Version – findest du in unserer Kollektion für Bambus-Matcha-Besen.

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